Stalker

Dieser Tage erscheint der Silberband mit der Nummer 150. Dieses Jubiläum alleine wäre schon einen Blogbeitrag wert. Aber der Bearbeiter der Silberbände, Kollege Hubert Haensel, hat es darüber hinaus fertiggebracht, das 150. Buch der Serie mit einer ganz besonderen Figur zum Glänzen zu bringen.

Stalker ist und bleibt einer meiner Lieblinge der PERRY RHODAN-Serie. Nicht unbedingt wegen seines exotischen Aussehens. Echsenwesen gibt es in Form von Topsidern seit den allerersten Romanen. Es geht mir vielmehr um die Charakterzeichnung Stalkers. Dieser verdammte Kerl! Wie oft hatte er mich als Leser verunsichert! Ich wusste nicht, ob ich ihm vertrauen sollte oder ob er mich reinlegen wollte. Würde er den Terranern helfen, würde er sie ins Unglück stürzen?

412px-PR1251Nun, diese Frage wird im Laufe der nächsten Jahre im Rahmen der Silberbandserie gegeklärt werden (wobei ich die endgültigen Antworten als Leser der Erstauflage nicht sonderlich goutierte, aber das ist eine andere Geschichte).
Damals, mit Band 1251 der Erstauflage, der im Jahr 1985 erschien, hatte Ernst Vlcek als Expo-Autor eine seiner prägendsten Figuren in die Serie eingebracht – und mich als Leser bei der Stange gehalten. Ich weiß noch gut, dass ich damals PERRY-müde war. Aber mit Stalker, diesem wandlungsfähigen, gemeinen, netten, bösartigen, humanen und gaunerhaften Geschöpf, hatte er mich wieder eingefangen und dafür gesorgt, dass ich weitergelesen habe. Das gelang ihm und seinem späteren Expokratenpartner, Robert Feldhoff, übrigens noch zweimal, und zwar mit den Figuren Voltago und Moira. Damals konnte ich’s noch nicht so recht benennen, was diese drei Charaktere denn so ausmachte. Heute, da ich mich lange genug mit dem Schreiben beschäftige, ist mir natürlich klar, dass es das Geheimnisvolle und die Unerklärbarkeit dieser Figuren ist.

PR1553Über Stalker habe ich mich vor langen Jahren mit Ernst Vlcek unterhalten. Ich erinnere mich, wie er erzählte, dass er eine diabolische Freude bei der Entwicklung der Figur hatte. Ernst arbeitete sehr impulsiv und schrieb gerne mal drauflos, nachdem er im Kopf das Grobkonzept einer Romanhandlung zusammengestoppelt hatte. Aber bei Stalker hatte er viel investiert. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, gab es auch Handzeichnungen, die Ernst halfen, Stalker zu visualisieren und bestmöglich in Szene zu setzen.

Ich beneide diejenigen Leser, die nur die Silberbände lesen und nun im Jubiläumsbuch 150 erstmals mit Stalker in Berührung kommen, die vom Sternweh gepackt werden und den Vironauten in ein Universum voll Abenteuer folgen. Nicht jede Geschichte, die im Rahmen des Chronofossilien-Zyklus geschrieben wurde, hat mir gut gefallen. Aber der Grundtenor und dieser für mich neue Figurentypus in Form von Stalker – das hat für mich die PERRY RHODAN-Serie zu dieser Zeit ganz besonders gekennzeichnet.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

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  1. andreasprodehlautor sagt:

    Wie immer großzügig verbreitet. LGVon meinem Samsung Galaxy Smartphone gesendet.

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