Interview mit … Roman Schleifer

Roman, danke, dass Du Dich für dieses Interview zur Verfügung stellst – und mir damit die Möglichkeit gibst, mich  zu revanchieren. Du hast mich während der letzten Jahre sicherlich zehn Mal mit Fragen gequält. Jetzt kann ich Dir ein bissl was »zurückzahlen«.

Michael: Einer der Gründe für dieses Interview ist die Ö3-Weihnachtswunder-Aktion, für die Du jedes Jahr Spendengelder von PERRY-Lesern Geld sammelst (und wo es auch etwas zu gewinnen gibt). Kannst Du mal kurz erklären, wie diese Aktion abläuft? Und was geschieht eigentlich mit den gesammelten/gespendeten Geldern?

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© Ö3

Roman: Da ich die Ö3-Weihnachtswunder-Aktion für Menschen in Not in Österreich großartig finde, habe ich 2016 nachgedacht, wie sich der PR-Stammtisch Wien daran beteiligen kann. Also habe ich dank der Unterstützung der PR-Autoren 2016 und 2019 signierte RHODAN-Hefte und 2018 mein STELLARIS-Expo »Das Friedenslicht« verlost. Klaus N. Frick hat die Aktion jeweils auf der PR-Homepage und auf Facebook beworben, die ESPost (Postille des Münchner PERRY RHODAN-Stammtischs) hat jeweils eine Sonderedition verschickt und ich habe ebenfalls die Werbetrommel gerührt. Das jeweils eingesammelte Geld habe ich dann ans Ö3-Weihnachtswunder überwiesen, die damit einen Soforthilfefonds für Menschen in Not speisen. Da geht es um familiäre Todesfälle, bei denen Kleinkinder zu Halbwaisen werden oder um tragische Unfälle mit Invaliditätsfolgen und dergleichen Furchtbares. Schicksalsschläge, die keiner von uns am eigenen Leib erleben sollte. Zum Glück geht es den meisten von uns so gut, dass wir ein klitzekleines Bisschen zurückgeben können.
An dieser Stelle danke an alle, die diese Aktion unterstützt haben.

Michael: Wie ist es denn heuer gelaufen? Bist Du mit dem Ergebnis zufrieden?

Roman: Das, was wir dank der Spender eingesammelt haben, ist schon mal besser, als wenn wir keine Aktion gemacht hätten. Natürlich könnte die Beteiligung immer besser sein. Wenn alle, die die Aktion auf Facebook geliked haben, auch mitgespendet hätten, wäre das Ergebnis besser gewesen. Aber wie gesagt: Eine Summe ist besser als keine Summe.

Michael: Seit wann machst Du diese Sammlungen bzw. die Verlosungen? Wie bist Du eigentlich auf die Idee gekommen, die PERRY RHODAN-Leser in die Ö3-Spendenaktion mit einzubeziehen?

Roman: Mir ist ja bekanntlich langweilig (hüstel), also suche ich mir immer irgendetwas Neues. Und wenn ich mit einem neuen Projekt Menschen in Not unterstützen kann, ist das eine gute Verknüpfung. Und während des Weihnachtswunders 2015 dachte ich mir: »Da muss mir doch etwas einfallen, wie der Wiener Stammtisch diese Aktion unterstützen könnte.« Und signierte Hefte sind bei RHODAN ja naheliegend.

Michael: Gab es während all der Jahre, da Du jetzt schon Geld sammelst, irgendwelche besonderen Highlights, von denen Du erzählen möchtest?

Roman: 2019 fand ich spannend, dass mein »Nur noch zwei Tage«-Erinnerungsmail die Leute erst so richtig aktiviert hat.

Michael: Du bist in PERRY RHODAN-Fankreisen ja mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund. Du führst zum Beispiel seit Band 3000 mit dem Autor jedes einzelnen Heftromans ein Interview (hier nachzulesen: Interviews).
Wie lange wirst Du diese Aktion fortführen? Bis Band 4000?

Roman: Ich dachte bis Band 5749, dann bin ich Hundert, dann darf ein Jungfan übernehmen. Außerdem wäre ich dann der längstdienende Interviewer der Welt und hätte längeren »offiziellen« RHODAN-Bezug als alle anderen. 😉

Und jetzt ernsthaft: Wie geplant werde ich bis Band 3100 die Autoren interviewen, dann habe ich genau 100 Hefte, denn ich habe ja blöderweise mit 3001 begonnen. Vielleicht nehm ich aber ein Interview zu Band 3000 bei Band 3099 hinzu.

Michael: Du trittst bei allen möglichen Cons als Conferencier auf. Wird man Dich 2020 wieder bei diversen Veranstaltungen auf der Bühne sehen können, und wenn ja, bei welchen?

Roman: Naja, gibt 2020 den Colonia Con und den Garching Con. Die Veranstalter beider Cons wissen, dass ich zu allen Schandtaten bereit bin. Falls sie mich einplanen, bin ich auf der Bühne, sonst im Publikum.

Michael: Du führst Interviews für die SOL, das Mitglieder-Magazin der PR-Fanzentrale. Du arbeitest bei der Fan-Serie »DORGON« mit. Du hast schon mal die redaktionelle Arbeit für Kurzgeschichtenbände und Conbücher übernommen, Du hast Expo-Wettbewerbe ins Leben gerufen. Bei der STELLARIS-Kurzgeschichtenreihe bist Du Stammgast – und auch bei den Miniserien »Stardust« sowie »Terminus« hast Du Deine Spuren hinterlassen … Was ist denn in nächster Zeit als Autor von Dir zu erwarten? Wird’s weitere Geschichten von Dir aus dem Perryversum geben?

Roman: Ich schreibe gerade an einer STELLARIS-Story. Das Expo wurde von Olaf Brill, dem Redakteur, bereits abgenickt. Die Vorlaufzeit beträgt bei STELLARIS derzeit ein Jahr – gut für Olaf, schlecht für die Autoren, denn wir müssen auf die Veröffentlichung lange warten.

Ansonsten kommt in den nächsten beiden Exodus-Magazinen jeweils eine Story von mir. Die im Jänner im Themenband »Mars« haben alle Testleser als »sehr, sehr böse« bezeichnet. Du hast sie ja ebenfalls gelesen – wie ist dein Kommentar dazu?

Michael: Hüstel. Ja, sie ist böse. Hüstel. 🙂
Wechseln wir das Thema:
Es ist ein mittelgroßes Geheimnis, daß Du einem gewissen MMT mal bei einem PERRY RHODAN-Roman der Erstauflage kräftig aus der Patsche geholfen hast. Du hast mir dazumals etwa die Hälfte des Romans geschrieben. Kannst Du Dich noch daran erinnern, welcher Roman das war und wie diese Zusammenarbeit zustandegekommen ist?

PR2641Roman: Hab ich das? Das war doch immer ein Geheimnis zwischen uns, daher bestätige ich das offiziell natürlich nicht.

Inoffiziell erinnere ich mich, dass es da um Einschübe fürs Heft 2641 ging. Wie war der Satz in deinem Email?
(*herauskramt*)
Vor jedem Kapitel findet sich eine kurze Szene; sie beschreiben in Kurzfassung, wie die verschiedenen Einzelwesen in Escalian die Ankunft erleben – bitte in Eigenregie ausgestalten!

Ich denke, ich bin nicht der Einzige, der einem PERRY RHODAN-Autor aus der Patsche geholfen hat. Im Hintergrund gibt es ja auch Testleser, manche offiziell, manche inoffiziell. Da läuft also einiges verdeckt für das Wohl der Serie. Und ich fühle mich immer noch geehrt, dass du mich 2012 gefragt hast. Klar, du musstest meine Einschübe Thurnerisieren, aber das geht ja rascher, als den Text selbst schreiben.

Michael: Gerüchteweise soll es wieder mal einen Austria-Con geben, und natürlich giltst Du als Hauptverdächtiger, was die Abwicklung der Veranstaltung betrifft. Kannst und willst Du dazu schon mehr verraten?

Roman: Das Orga-Team ist wie immer hauptverantwortlich, einer allein kann das gar nicht stemmen. Lustigerweise hat mich heute Hartmut Kasper per Mail gefragt, wann wir denn wieder einen machen. Nun, angedacht ist er für Juni 2021 … aber offiziell ist das noch nicht.

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Uwe sagt:

    Ein weiterer Austria Con wäre klasse. Ich war 2016 dabei und fand den Con toll. Und verkehrstechnisch für mich sehr gut zu erreichen. Von HH fliege ich 1:15H.

    1. mmthurner sagt:

      Das gebe ich gerne weiter. Danke!

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