Einige Worte zu … WEGA 8

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Wir sind zwar noch nicht auf der Zielgeraden der Miniserie, aber wir kommen der einen oder anderen thematischen Auflösung näher. Roman Schleifer, der Autor der Romans mit dem Titel Hort der Transformation, hatte die Aufgabe, einerseits die Lage im Wegasystem nach der Rückkehr von Perry Rhodan zu beschreiben, und andererseits ein paar Geheimnisse über die Usurpatoren zu verraten. Und er sollte verraten, mit wem die Maccani denn zusammenarbeiten. Denn eines war mir bei der Konzeption der Miniserie von Anfang an klar: Meine „Bösewichter“ benötigten Unterstützung, vor allem in technischer Hinsicht.

Um welches Volk es hier geht, das man aus der PERRY-RHODAN-Historie gut kennt, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Dafür müsst ihr den Roman schon selbst lesen. Fakt ist, dass Klaus N. Frick und ich um die Rolle dieses Volkes einige Diskussionen führten. Wir waren uns nicht immer einig, aber wir sind zu einer guten Lösung gekommen.
Ich hatte übrigens von vornherein im Kopf, einer bestimmten Figur einen Cameo-Auftritt zu verschaffen, die eine ganz besondere Verbindung zu diesen sonderbaren Wesen hatte. Aber dieser Auftritt war letztlich doch nicht möglich. Ihr könnt gern raten, wen ich damit meinen könnte, sobald ihr WEGA 8 gelesen habt.

Eine der schönsten Aufgaben im Perryversum ist es, neue Figuren zu erfinden und ihnen ein Wesen, ein Gesicht zu geben. Um aus der Erstauflage einigermaßen aktuelle Beispiele zu nennen: Ich hatte die Ehre, Gry O’Shannon sowie Saessbekker den Lesern vorzustellen und ihnen dabei Konturen zu geben. Natürlich gab es zu beiden Figuren Datenblätter. Aber ich hatte ausreichend Platz, um die beiden auszuformen und sie so zu gestalten, wie sie dem Leser in Erinnerung bleiben werden. Denn es ist nicht nur im wahren Leben so, dass der erste Eindruck am meisten zählt.

Genauso gerne nehme ich mir aber Figuren oder Vertreter von Völkern vor, die irgendwann einmal in der PERRY RHODAN-Historie eine Bedeutung hatten und nach einem zykluslangen Auftritt aus der Serie geschrieben wurden. (Ich bitte deshalb um Verständnis, wenn irgendwann einmal wieder Dscherros in einem meiner Romane auftauchen. Ich liebe Dscherros.)
Ich habe also in Band 8 der WEGA-Miniserie Vertreter eines besonderen Volkes wieder in Erinnerung gerufen, die ich seit langem vermisse.
Ich denke, das ist auch eine der großen Stärken der Hauptserie: Wir haben ein – großteils in sich geschlossenes – Universum, das stets eine Weiterentwicklung erfährt. Die Handlung macht Band für Band Fortschritte, die politischen, ökonomischen und sozialen Hintergründe in der Milchstraße ändern sich. Mit den Autoren als Schnittstelle zur realen Welt werden sich verändernde Weltbilder und Lebensentwürfe eingebracht. Diese Mutationen treten langsam und nicht immer sofort merkbar auf. Aber im Rückblick erkennt man ja doch, wie sehr sich eine Figur wie zum Beispiel Perry Rhodan im Laufe der 60 Jahre seiner Existenz weiterentwickelt hat.

Meine Güte, ich plappere und weiche immer mehr vom Thema ab. Deshalb rasch zurück zu „Hort der Transformation“.
Ich bin während der Entstehung des Manuskripts in recht intensivem Austausch mit Roman Schleifer gestanden. Wer den Autor kennt, weiß, daß er stets mit sehr viel Enthusiasmus an die Sache rangeht. Ich mußte ihn in der einen oder anderen Hinsicht bremsen, hab mich aber bemüht, ihm viel Freiheit für seine eigenen Gedanken zu geben. Ich find es gut, dass er Gelegenheit hatte, seine eigene Handlungsschiene einzuziehen und mit meinen Vorgaben zu verquicken. Er hat das richtig gut gemacht und auch das hinbekommen, was ich mir von ihm erwartet habe. Ich wollte einen Abenteuerroman mit ein wenig Geheimdienst-Flair. Er sollte einige Geheimnisse der Maccani aufklären und zwei weitere Welten des Wegasystems herzeigen. Roman hat exzellente Arbeit geleistet und auch einen schönen Übergang zu Band 9 geschaffen, in dem wir noch mehr über die Besatzer des Wegasystems erfahren werden.

Noch ein paar Worte zum Titelbild: Seit Band 7 der Miniserie bin in stärkerem und intensiverem Austausch mit dem Cover-Künstler Dirk Schulz. Ich habe natürlich Bilder vor meinem inneren Auge, wenn ich ein Exposé gestalte. Ich liefere Dirk also meist sehr ausführliche Beschreibungen, wie das Cover denn aussehen sollte – und werde jedes Mal aufs Neue überrascht, wie anders er meine Vorgaben interpretiert.
Das sagt mir auch viel über die Wahrnehmung der Menschen. Wir alle interpretieren Worte und Beschreibungen völlig unterschiedlich. Sie ergeben in unseren Köpfen Bilder, die von unseren eigenen Lebenserfahrungen und unserem Charakter geprägt werden. Jeder Mensch hat ein anderes Bild von seiner Umgebung.

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