Weidingers Worte zu WEGA 5

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Ich habe Erich Weidinger vor einigen Jahren bei einem Schreibcamp in Eggenburg/Niederösterreich kennen und schätzen gelernt. Er ist Autor, Erzähler und Buchhändler. Er interpretiert lokale Sagen neu, er liest in Schulen und führt Kinder an das Hobby Lesen heran, er veranstaltet in seinem Buchladen in Seewalchen/Attersee Lesungen. Ab kommendem Sommer wird er darüber hinaus im Freien Radio Salzkammergut eine Sendung zum Thema Kinder- und Jugendliteratur moderieren.
Erich kennt PERRY RHODAN zwar, hat aber nicht allzu viel Leseerfahrung damit. Nun hat er beschlossen, bei der WEGA-Miniserie reinzuschauen. Ich habe ihn gebeten, mir zu jedem einzelnen Roman ein paar Fragen zu beantworten …

F: Mit Band 5 kehren wir zur Haupthandlungsebene der Miniserie zurück. Zuerst mal die Frage an dich, wie praktikabel so ein Wechsel für dich ist. Hast du dich nach vier Wochen Wartezeit noch an die vorangegangene Geschichte um Perry Rhodan und Gillian Wetherby erinnern können, oder war der zeitliche Abstand zu groß? 

A: Ich persönlich empfinde den Abstand von vier Wochen tatsächlich als zu groß. Ich hätte gerne, dass innerhalb eines Hefts beide Handlungsstränge verfolgt werden können. Aber man/frau kommt trotzdem schnell wieder hinein. 

F: Gillian Wetherby, die neue Figur, wird nunmehr zum vierten Mal an Perry Rhodans Seite eingesetzt. Jeder Autor hat natürlich eine eigene Sichtweise auf sie. Hat sie denn einen Wiedererkennungswert? Nimmst du sie als eigenständigen und, vor allem, starken Charakter wahr? Es ist ja nicht immer leicht, neben Perry Rhodan zu bestehen.

A: Ich denke, dass eine Frau neben Perry Rhodan besser als ein Mann bestehen kann. Ich mag sie und es dürfte auch noch ein bisschen mehr Persönliches von ihr hervorkommen.  Wiedererkennungswert ist auf alle Fälle vorhanden.  

F: Mit der Lanzette in Band 5 habe ich versucht, einen etwas anderen Handlungsraum zu skizzieren. Wie gefällt dir dieser „Bohrwurm“?

A: Bohrwurm finde ich toll.  Auch wenn ich mit der räumlichen Vorstellung in diesem Fall ein bisschen Probleme habe. Als TV-Serien-Junkie habe ich mir ein bisschen mit der Darstellung vom länglichen „Snowpiercer“  ausgeholfen.  

F: Dieselbe Frage möchte ich auch zu den Figuren und zu den verschiedenen Völkern stellen. Auf 64 Heftromanseiten bleibt natürlich wenig Platz, um ganze Völkerkonzepte vorzustellen. Ist das gelungen? „Verstehst“ du diesen sonderbaren Lebensraum samt seiner Bewohner?

A: Anfangs, als es wieder einen „Bewahrer“ gab, hatte ich das Gefühl, jetzt wiederholt sich zuviel aus den vorangegangen Heften, wurde dann aber mit Abwechslung und Spannung belohnt. Auch da bietet sich ein Vergleich mit einer Serie an. Im „Zug“ sind es die verschiedenen Gesellschaftsklassen, hier die verschiedenen Völker, die gut und ausreichend dargestellt sind. 

F: Krakatau muss in diesem Roman einen Teil des Weges gemeinsam mit Rhodan und Wetherby gehen. Diese Zusammenarbeit stellte für mich ein gewisses Risiko dar. Ich wusste nicht, ob das wirklich klappen würde. Wie bist du mit den gemeinsamen Szenen zufrieden? Wird die Spannung zwischen den Figuren so, wie ich’s mir erhoffe, an die Leser weitervermittelt?

A: Ja, die Spannung wurde sehr gut weitervermittelt. Dieses Heft habe ich fast in einem Sog durchgezogen. Für mich ist es da spannendste Wega-Heft bisher.  Dass Gut und Böse miteinander gegen Dritte bestehen müssen, ist eine gute Idee und bereichert den Lesegenuss. Hat echt Spaß gemacht. Weiter so! 

F: Weltenbau wie bei der Lanzette ist etwas, das mir beim Schreiben besonders viel Spaß macht. Es macht halt auch sehr viel Arbeit, weil man oft vom Hundertsten ins Tausendste kommt. Wie ist das bei Dir denn so? Baust du deine Handlungswelten denn auch immer sehr gezielt auf, oder konzentrierst du dich mehr auf den Weg deiner Helden/Heldinnen?

A: Ich persönlich verfange mich beim Erzählen oft im Detail, da ich gerne beobachte und für mich das Leben so viel Witziges und Ungewöhnliches bietet, wenn man/frau aufmerksam beobachtet.  Ich bräuchte wahrscheinlich einen strengen Beobachter, der mich beim Erstellen einer Welt  antreibt, da ich wahrscheinlich ein ganzes Wega-Heft brauchen würde, um den Bohrwurm zu beschreiben. Was ja irgendwie auch wieder reizvoll wäre. 

In diesem Sinne, danke ich den Wega-AutorInnen und freue mich auf weitere Hefte. Leider wieder nur im 14 Tage Rhythmus!!!

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