Weidingers Worte zu WEGA 1

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Ich habe Erich Weidinger vor einigen Jahren anlässlich eines Schreibcamps in Eggenburg/Niederösterreich näher kennen und schätzen gelernt. Erich ist Autor, Erzähler und Buchhändler in einem. Er interpretiert lokale Sagen neu, er liest in Schulen und führt Kinder an das Hobby Lesen heran, er veranstaltet in seinem Buchladen in Seewalchen/Attersee Lesungen. In erster Linie aber ist er ein ungemein netter Kerl, der schon mal einen Tag Zeit für mich opfert, um mir die Schönheit des oberösterreichischen Salzkammerguts näher zu bringen. 

Erich kennt PERRY RHODAN natürlich, ist aber selbst kein Leser der Serie. Nun erzählte er mir vor einigen Tagen, daß er bei der Miniserie PERRY RHODAN WEGA mal reinschnüffeln wollte. Spontan habe ich ihn gefragt, ob er mir zu den einzelnen Bänden der Serie Fragen beantworten wollte. Und zwar Fragen, die ich aus meiner Perspektive als Expo-Autor stellen wollte. Bei Erich kann ich mich drauf verlassen, dass er nichts beschönigt und mir geradeheraus antwortet. Er wird also in den nächsten Wochen als mein Gradmesser dienen: Sind die einzelnen Romane gut, sind sie für einen „Neueinsteiger“ verständlich, ist das Serienkonzept „rund“?

Frage: Erich, Du hattest vor einigen Jahren gesundheitliche Probleme. Der Reha-Prozess ist lange und anstrengend. Inwiefern hat sich dadurch Dein Leben und Dein Leseverhalten geändert?

Erich: Im April 2019 haben wir mit dir eine Buchpräsentation zu dem ersten Band der Dunkelwelten-Trilogie am Attersee veranstaltet. Drei Tage später ereilte mich ein Schlaganfall, der zum Glück keine gröberen motorischen Einschränkungen hinterließ. Damals las ich im Krankenhaus dein Buch „Schwarze Saat“. Das war sozusagen das erste Buch in meinem neuen Leben. Denn es ändert sich natürlich viel. Es gibt für mich ein Leben davor und danach.

Frage: Wie bist Du denn auf die WEGA-Miniserie aufmerksam geworden?

Erich: Von der laufenden PERRY RHODAN-Serie habe ich nur ein paar Hefte gelesen, da ich immer noch meinen Berufen nachgehe und keine endlose Serie lesen kann. Eine Miniserie mit 12 Heften ist da natürlich ideal, wieder mal eine Zeit ins PR-Universum einzutauchen. Ich blicke ja trotzdem in deine Richtung und verfolge auch per Facebook, was sich so bei PR tut. Dann stößt man natürlich auch auf die Ankündigungen von Wega.  Ich habe damals 2019 auch mit der Mini-Serie Sol begonnen, es aber nur zur Hälfte geschafft. Dieses mal nehme ich mir vor die ganze Wega-Serie zu begleiten.

Frage: Die wichtigste inhaltliche Frage: Bist Du gut in die Handlung „reingekommen“? 

Erich: Der Einstieg war für mich ein bisschen schwierig, da mir der Planet Ferrol samt seinem Volk nichts sagte und der Epilog mehr verwirrte als erklärte. Schlau wie ich bin, habe ich natürlich auf Perrypedia nachgeschlagen und schon hatte ich die Infos, die ich wollte. Ab Kapitel 3 mit Krakatau war ich in der Story drin.

Frage: In Band 1 positioniere ich mal die Hauptfiguren der WEGA-Miniserie. Auf der einen Seite sind da Perry Rhodan, Reginald Bull und Gucky. Auf der anderen sehen wir – vorerst – Krakatau und, andeutungsweise, Ginolinea. Wie kommst Du mit den Figuren zurecht? 

Erich: Rhodan, Bull und Gucky kannte ich ja schon von früher. Ich mag diese Figuren und habe immer ein bisschen Mitleid mit Gucky, da es in diesem Universum keine Artgenossen mehr von ihm gibt, so viel ich weiß.  Mit dem ersten Auftritt von Krakatau war mir sofort klar, dass er zu den Bösewichten gehört (Gott sei Dank gibt es diese). Ginolinea, als seine Untergebene, war für mich beim Lesen (bisher) eine unwichtige Randfigur.

Frage: Die Miniserie soll auch von ihren neuen Figuren leben. Damit spiele ich in erster Linie auf Gillian Wetherby an. Noch hat sie nicht den ganz großen Auftritt bekommen, aber trotzdem interessiert mich Deine Meinung zu ihr. 

Erich: Dass Gillian eine wichtige Rolle in der Geschichte verkörpert, war mir bald klar. Denn wer lässt eine dreieinhalbtausend Jahre alte Bekannte mittels Zeitreise auftauchen und opfert sie dann? Leider wurde dafür der zweite Pilot geopfert, über den ich auch gerne mehr erfahren hätte, und der es sich verdient hätte, noch ein bisschen etwas von der Zukunft mitzubekommen. Ich freue mich, noch mehr von Gillian zu lesen. Die Idee ist großartig, denn sie weiß natürlich Sachen von Bull und Perry, die niemand im jetzigen Universum nur erahnen kann.

Frage: Eine Sache hat mir beim Schreiben ordentlich Kopfschmerzen bereitet: Darf eine Figur wie Bully, der eigentlich eine hohe diplomatische Position einnimmt, auch ein wenig herumblödeln und herumstreiten? Was meinst Du als Autor? 

Erich: Ich bin ein großer Freund von Humor, und somit kann Bulli gerne ein bißchen herumblödeln. Wichtig ist nur, dass ihr (AutorInnen) es damit nicht übertreibt und der Spannung dadurch etwas wegnehmt. Natürlich gibt es durch die über 3.500 Jahre Unterschied immer wieder mal super Ideen für gute Gags. Unbedingt beibehalten.

Frage: Wen würdest Du denn lieber begleiten? Rhodan/Wetherby oder Bully/Gucky?

Erich: Natürlich Rhodan und Wetherby, da mir, aus bereits erwähnten Gründen, die Geschichte von Wetherby interessanter erscheint.

Ich freue mich schon sehr aufs weiterlesen.

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