Einige Worte zu … PERRY RHODAN 3099

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Seit der letzten Autorenkonferenz wusste ich, dass ich den Abschlussband zum Mythos-Zyklus schreiben würde. Die Expokraten hatten diesen Vorschlag gemacht; ich wäre der richtige Typ Autor für die Geschichte, die erzählt werden sollte.
Ich hab mich also schon sehr lange auf Band 3099 vorbereiten können und war auch entsprechend angespannt. Normalerweise bin ich nicht der Autor, der lose Fäden gut zusammenbinden und eine schöne Geschichte draus machen kann. Aber ich wollte mich der Herausforderung stellen und war drauf vorbereitet, ganz schön investieren zu müssen.

Und ja, ich habe tatsächlich viel Arbeit in das Manuskript reingesteckt. Bei einem Besuch bei Expo-Autor Hartmut Kasper im Spätsommer ließ ich mich schon darauf einstimmen und besprach mit ihm, welche Figuren denn beim großen Finale aufeinandertreffen würden. Seine Überlegungen haben mir sehr dabei geholfen, das Setting zu begreifen. (Ob ich meine Aufgabe tatsächlich gut erfüllt habe, steht auf einem anderen Blatt.)
Zu Beginn meiner Schreibarbeit musste ich ein gutes Dutzend Romane nachlesen beziehungsweise nochmals lesen, ich musste Rückgriffe bis auf Band 3000 machen, ich musste mich mit den Handlungscharakteren und deren Entwicklung im Zyklus noch mehr vertraut machen als sonst.
Komplex war vor allem die Arbeit mit jenen Kollegen, die die Romane ab Band 3093 verfasst hatten oder die noch daran saßen. Vor allem mit Leo Lukas, der Band 3098 schrieb, stand ich in einem stetigen Austausch. Er bereitete mir einige Situationen so vor, dass ich in Kinder der Milchstraße auf sie „draufsetzen“ konnte. In diesen Gesprächen und Mails entstand zum Beispiel die Idee, eine der Handlungsfiguren ihrer Haare zu berauben. Wir wollten damit den Charakter der Figur von dem einer anderen unterscheiden und auch optisch etwas herausarbeiten.. Das hat sich einfach richtig und gut angefühlt. (Und nur so war es möglich, das Titelbild so zu entwerfen, wie es letztlich gedruckt wurde.)

Einige Worte zum Titel: Es gab einen Titelvorschlag, den ich recht schnell wieder verworfen habe. Für mich ist ein 99er-Band immer auch einer, der eine gewisse Vision in sich trägt und weiter transportiert. Zwar war es bereits Leos Aufgabe mit Band 3098, den Hauch des Kosmischen spürbar zu machen und der Figur Mu Sargai eine bedeutsame Rolle zu geben, die bei den Lesern nachwirken wird.
Ich wollte eine grundsätzliche Aussage zum PERRY-Mythos beisteuern. Eine, die nichts mit höheren Mächten zu tun hat, sondern mit den den vielen, vielen Wesen, die uns im Perryversum seit vielen Jahrzehnten Realzeit begleiten. Was sind sie, was spielen sie für eine Rolle – und, vor allem, wie weit sind sie in ihrer Entwicklung? Wird man „weise“, wenn man mal tausend oder dreitausend Jahre alt ist? Was lernt man dazu? Hört man auf, Fehler zu machen?
Das ist mein abschließender (und bescheidener) Beitrag zum Zyklus, der nun mal den Titel Mythos trägt. Er wird mir als einer der liebsten von denen in Erinnerung bleiben, die ich mitgestalten durfte.

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