Einige Worte zu … PERRY RHODAN 3043

Achtung, hier wird leicht gespoilert. Also: Obacht!

Band 3043 steht am Ende einer Reihe von PERRY-Romanen, die ich in relativ kurzer Zeit hintereinander und im Rahmen eines dicht gedrängten Arbeitsprogramms schreiben musste. Für den Leser mögen seit Band 3036, meinem letzten Manuskript, sieben Wochen vergangen sein. Da die Arbeit für die Serie aber oft mit einem gewissen Ziehharmonika-Effekt verbunden ist – manchmal kommen die Exposés früher, dann wieder später; manchmal springe ich für einen Kollegen ein und bin sehr spät mit der Abgabe dran, manchmal läuft alles wie geschmiert -, hatte ich bloß vier Wochen, um mich der Arbeit an 3043 zu widmen.

Das mag sich immer noch nach ausreichend Spielraum anhören. Normalerweise benötige ich drei Wochen, um das Rohmanuskript fertigzustellen. Aber die letzten Monate hatten mich ganz schön hergenommen, ich war  ausgelaugt und würde länger als sonst brauchen. Das war mir von vornherein klar.

Ich hatte also ein Exposé vor mir liegen, mit dem ich anfangs nicht sonderlich viel anfangen konnte. Der Kern der Geschichte ist eine Agenten-Story mit einem Pärchen, das sich erst einmal zusammenraufen musste, um im weiteren Lauf der Handlung zu harmonieren und jene Erfolge zu feiern, die im Expo vorgegeben waren.
Storys mit Agenteneinsätzen sind grundsätzlich nicht so sehr meines. Ich denke, dass ich Spannung „kann“ – aber der Spaßfaktor beim Schreiben ist nicht sooo groß. Es dauerte also ein, zwei Tage, bis ich einen Zugang zu den Vorgaben fand und einen Grobplan entwickelt hatte, was für eine Geschichte ich eigentlich erzählen wollte.

Mir wurde klar, dass ich die Handlung nicht alleine um Spinoza Godaby, den Helden meiner Geschichte, und seine tefrodische Mit-/Gegenspielerin Ydio-Do aufbauen konnte. Ich benötigte einen anderen Zugang zur Story – und ich fand ihn in Form einer kleinen Rahmenhandlung, die sich um einen Bewohner Báalols rankte. Dieser alte Herr namens Klart-Kono, etwas stur und wertekonservativ, war für mich der „Dosenöffner“. Mit seiner Hilfe lernte ich Land und Leute kennen. Und von da an war es nur noch ein winziger Schritt zur Erkenntnis, dass der eigentliche „Held“ dieser Geschichte die Welt Báalol sein sollte.

So wurde die eigentliche Erzählung um Spinoza Godaby zum Beiwerk. Zu etwas, das zwar den Roman substanziell ausmacht, aber für mich nicht das wirklich Wichtige war. Ich wollte eine Welt, über die recht wenig bekannt war, greifbarer und begreifbarer machen. In einem Heftroman mit seiner beschränkten Seitenanzahl ist dafür nur wenig Platz – aber ich hab mich bemüht.

Beim Roman war übrigens eine sehr enge Abstimmung mit Michelle Stern nötig, die den Nachfolgeband geschrieben hat und meine Erzählung quasi fortsetzt. Ich habe sie nicht gezählt – aber es werden wohl dreißig, vierzig Mails gewesen sein, die zwischen uns hin und her gingen.

 

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Poppenheger sagt:

    Rauchschluck-Bar, ja. Wie genial ist das denn!! Weisste noch bei Karl May: Tabak trinken…. 😁 Mach‘ nur so weiter 🎩

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