Immer wieder COCO ZAMIS

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Vor einigen Tagen ist ein weiterer Teilroman von mir zur Saga um die Wiener Hexe Coco Zamis erschienen, wie immer im Zaubermond Verlag. Es handelt sich um den 58. Band der Serie DAS HAUS ZAMIS, er trägt den Titel Pforten zur Hölle.

Ich sag’s frei heraus: Horrorromane bieten mir die Gelegenheit, ein wenig offener als bei anderen Serien zu schreiben und der düsteren Seite in mir zu frönen. Mir macht’s Spaß, die schwarzhaarige Hexe Coco Zamis auf Dämonen zu hetzen und sie ein wenig herummetzeln zu lassen. Ich mag die stets mitschwingende Erotik, wenn Coco am Werk ist. Das Makabre, das Gruselige, das Trashige. DAS HAUS ZAMIS ist wie ein B-Movie von Roger Corman in Buchform. Bunt in seinen Farben und mit einem Personarium, das fesselnd, faszinierend und angsterregend gleichermaßen ist.

Ein zweiter, gewichtiger Grund, warum ich die Serie so sehr mag, ist, daß ich immer wieder die Gelegenheit bekomme, Teile der Handlung in meiner Heimatstadt Wien spielen zu lassen. So ist fast ein jeder Roman, den ich schreibe, auch eine kleine Hommage an die Stadt und an ihre Bewohner. Nicht umsonst habe ich vor einigen Jahren den Dämon Vindobene eingeführt. Er treibt seit Jahrhunderten in Wien sein Unwesen und zehrt von der Widerwärtigkeit seiner Bewohner. Mal ist er fast ausgehungert, dann wieder wohl genährt. Er spiegelt den Zeitgeist wider, er ist ein stets zynischer und mieselsüchtiger Ansprechpartner für Coco Zamis. Er repräsentiert, was ich an Wien so mag und gleichermaßen verabscheue.

Ich durfte in der Handlung noch andere Spuren hinterlassen. Exposé-Autor Uwe Vöhl gibt mir immer wieder die Gelegenheit, eigene Ideen unterzubringen. So ist zum Beispiel das Café Zamis auf meinem Mist gewachsen. Das ehemalige Espresso ist heute Stammsitz des „weißen Schafs der Familie Zamis“. Dort trifft Coco ihre Freunde; unter anderem die beliebteste Domina Wiens, die manchmal auch Dämonen das Fürchten lehrt mit ihren Künsten. Einen Clochard, der nicht von ungefähr an den Serienerfinder Ernst Vlcek erinnert. Vindobene, von dem weiter oben im Text schon die Rede war. Dem ehemaligen Besitzer des Cafés, dessen Rolle auch mir noch nicht ganz klar ist. Eine Kommissarin, die gegen Dämonenkräfte immun ist und manchmal mit Coco zusammenarbeitet. Und dann wären auch noch die Vertreter der sieben Todsünden, die aus unbekannten Gründen hinter uralten Tapeten des Café Zamis weggesperrt sind und denen es von Zeit zu Zeit gelingt, sich aus ihren sonderbaren Gefängnissen zu befreien …

Es ist ein Universum, das ich mir teilweise so einrichten durfte, wie ich es wollte. Ich führe den Leser auch immer wieder zu bekannten und markanten Punkten der Stadt und gebe diesen Orten neue Deutungen. Der Wiener Prater, das Schloß Schönbrunn, das Riesenrad, die Kapuzinergruft, die Katakomben unter St. Stefan, der Spittelberg – was auch immer ihr darüber zu wissen glaubt – in den Romanen der Serie werden andere, verquere Geschichten dazu erzählt. Es ist, als würde ich als Fremdenführer ein Was-wäre-wenn-Spiel veranstalten und dem Leser Wien von einer gänzlich anderen Seite zeigen.

Im aktuellen Band Nummer 58 (den ich mit meinem großartigen Kollegen Logan Dee schreiben durfte) spielt Coco Zamis ausnahmsweise nicht die Hauptrolle. Ich zeige Wien aus dem Blickwinkel der Kommissarin Mirka König – und beschreibe, wie sie vom düsteren Reich der Domina namens Callas angezogen und fasziniert wird. Ein ganz bestimmtes dämonisches Handwerkstück spielt eine wichtige Rolle im Buch – und ihr könnt davon ausgehen, dass unseren Heldinnen auf der Jagd nach Dämonen einige Hölzer zwischen die Beine geworfen werden.

Hier kommt man zum Verlagstext zu Band 58, Pforte zur Hölle

 

Das wie immer beeindruckende Titelbild ist ©Mark Freier bzw. Zaubermond Verlag.

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