Kalender und ich

am

PERRY RHODAN bringt fürs Jubiläumsjahr 2019 (also für das Jahr, in dem Band 3000 der Serie erscheint) einen Tischkalender raus. Der Lizenzpartner Hirnkost wird insgesamt 53 Bilder von Cover-Illustrator Dirk Schulz zu einem Wochenkalender zusammenfügenIch freu mich extrem drüber und ich werd mir den Kalender sicherlich zulegen. Vor allem wegen der Bilder.

Der Kalender selbst nutzt mir gar nix. Ich hab es im Laufe meines Lebens noch nie geschafft, meine Termine irgendwie zu koordinieren. Da muß es in meinem Kopf ein schwarzes Loch geben, in das jegliches geplante oder schriftlich festgehaltenes Terminvorhaben hineinplumpst. Ich fahre am Besten, wenn ich mir meine Termine im Kopf merke. Das funktioniert einigermaßen. Auf jeden Fall besser, als würde ich meine Daten auf einem Kalender, real oder elektronisch, notieren.

Ich schwöre: Ich hab alles versucht. Aber ich sabotiere mich selbst. Kalender, die ich gekauft habe, verschwinden und tauchen Jahre später irgendwo wieder auf. Unter der Schlafmatratze, unter dem Turm abgelegter Manuskripte aus dem Jahr 2006, bei den Schulbüchern meiner Kinder aus dem Jahr 2002 oder bei einem Freund in Deutschland, den ich seit Jahrzehnten nicht mehr besucht habe. Es geht also nicht mit rechten Dingen zu.

Als mir die Termine vor einigen Jahren gar zu viel wurden, beschloß ich, Nägel mit Köpfen zu machen. Ich kaufte mir einen riesigen Jahreskalender, etwa im Format 100 x 80 cm. Ich trug alle wichtigen Daten ein, brachte das gute Ding mit Reißnägeln an der Wand an und freute mich über meine neu entdeckte Entschlußkraft. Ab jetzt würde ich meine Termine stets vor Augen haben, es konnte nichts mehr passieren. Er war viel zu groß, um ihn zu übersehen.
Tage später befiel mich das dumpfe Gefühl, daß irgendein wichtiger Termin anstünde. Kein Problem, ich hatte ja den neuen Wandkalender …
Er war nicht mehr da. Weg, einfach verschwunden.
Rückfragen bei Frau und Kind brachten nix, niemand hatte den Wandkalender gesehen oder das Ding gar abgehängt. Ich zweifelte an meinem Verstand, aber das tu ich eh die meiste Zeit, also kehrte ich achselzuckend und zähneknirschend zu meinem alten System zurück. Seitdem ist alles wieder in meinem Kopf abgespeichert. Ich hab endgültig aufgegeben. Terminkalender und ich, das funktioniert einfach nicht.
Das gute Ding tauchte übrigens Jahre später wieder auf, schon leicht vergilbt, aber immerhin. Ich hatte ihn nicht an die Wand, sondern an die Rückseite einer Tür gepinnt, die jahrein, jahraus offensteht.

Wie gesagt: Ich werd mir den neuen PERRY RHODAN-Tischkalender zulegen – aber bloß, um mich an den Motiven zu erfreuen.

PERRY-Kalender

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. skyeverlag sagt:

    Ich hab ein ähnliches Problem … Ich bin Datums- und Uhrzeitlegastheniker. Wenn ich einen Eintrag in meinen Kalender schreibe, kannst Du drauf wetten, dass entweder Datum oder Uhrzeit oder (meistens) beide falsch sind. Egal was ich anstelle, es klappt nie. Also hab ich Bine geheiratet. Seitdem geht`s 🙂

  2. mmthurner sagt:

    Weiß Bine denn eh, warum Du sie eigentlich geheiratet hast?

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