Die Entstehung eines PERRY-Romans (16)

Während der kommenden Wochen erzähle ich über die Arbeit an meinem nächsten PERRY RHODAN-Roman. Diese kleine Blog-Serie soll über die einzelnen Arbeitsschritte, über Leid und Freud beim Schreiben informieren, über Hemmnisse und Hindernisse und Erfolgserlebnisse.  

So, der Roman ist abgegeben, die Arbeit vorerst erledigt. Wie immer wird alles noch eine Weile in mir nachwirken. Aber jetzt heißt es mal drauf warten, was die Redaktion, der First Reader und der Lektor zum Ergebnis zu sagen haben. Es kommt ja immer wieder mal vor, daß ich nacharbeiten muß, wenn im Text strukturell etwas nicht so richtig hinhaut. Bis dahin versuch ich abzuschalten. Es gibt ohnedies andere Aufgaben, die auf mich warten.

Noch einige Worte zu den Korrekturen und zum Aufwand, den ich dabei betreibe: Ich bringe, wie ich in Folge 15 schon beschrieben habe, Anmerkungen handschriftlich auf einem Papierausdruck an. Bei meinem jetzigen Projekt werden es ungefähr eintausend Notizen gewesen sein. Es ging dabei um banale Dinge wie das Löschen von überflüssigen Leerzeichen oder um Tippfehler, aber auch um Sprachliches.

Ich achte sehr auf Wortwiederholungen und habe im Laufe der Jahre ein Radar dafür entwickelt, wenn dieselben Worte zu knapp hintereinander vorkommen. Diese Dinge sehe ich mit angeübter Routine (auch wenn mir natürlich immer wieder was durchrutscht), aber natürlich ist die Suche eine nervenaufreibende Arbeit.

Komplizierter wird es bei Lieblingswörtern oder -formulierungen. Jeder Autor hat sie. Es kommen immer wieder neue Begriffe auf meine Liste drauf, während andere rausfallen – und das erschwert die Angelegenheit natürlich enorm. „Tunlichst“ und „Maßnahmen ergreifen“ stehen übrigens derzeit ganz oben auf meinem Zettel.

Für Füllwörter wie „auch“, „noch“, „doch“ etc. hab ich ebenfalls ein Gespür entwickelt. Sie sind in vielen Fällen nicht notwendig und bremsen das Lesevergnügen. Jaja, ich weiß: Schreibprogramme wie Papyrus oder Scrivener filtern diese Füllwörter aus und erleichtern die Korrekturarbeiten enorm – aber ich komme mit derartigen Programmen einfach nicht zurecht, seufz.

Den größten Aufwand betreibe ich stets bei inhaltlichen Korrekturen. Da geht es schon mal drum, Absätze oder manchmal ganze Seiten neu zu formulieren. Im aktuellen Fall mußte ich ein Zwischenkapitel (fast) zur Gänze umschreiben. Die Ursprungsversion war holprig und stimmte inhaltlich nicht. Und wenn ein Kapitel umgeändert wird, dann hat das natürlich gleich wieder Auswirkungen auf alle anderen …

Nun, ich habe die Korrekturen hinter mir und kümmere mich jetzt ein, zwei Tage lang um ganz andere Dinge. Ein bißl Abstand steigert die Vorfreude auf die Arbeit aufs nächste Manuskript …

 

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