Rückblick aufs Schreibcamp

Mit ein wenig zeitlicher Distanz möchte ich ein Fazit zum letztwöchigen Schreibcamp ziehen. Ich brauchte tatsächlich Ruhe, um mir all das durch den Kopf gehen zu lassen, was während dieser fünf Tage passiert ist.

  1. Ich war beeindruckt von meinem Co-Moderator, Andreas Gruber, der mit seiner Kompetenz und seinem Wissen der wichtigste Baustein fürs Gelingen meines Schreibcamps war. Er hat aus seinem Leben erzählt, von seinem Weg zum erfolgreichen Autor. Von mentalen Belastungen und wie er dagegen ankämpft. Von seiner Methodik, seinen Vorlieben, seinem Umgang mit den neuen Medien, vom mentalen Coaching.
    Ich habe Andreas vor etwa fünfzehn Jahren kennengelernt, wir sind uns seitdem immer wieder über den Weg gelaufen. Aber bei diesem Schreibcamp habe ich viele neue Seiten an ihm kennengelernt – und viel von ihm gelernt.
    Ich schreib das hier nicht gedankenlos hin und auch nicht als Floskel. Ich meine das so. Mich hat vor allem die textliche Präzision bei Andreas fasziniert. Seine Disziplin, seine schriftstellerische Kompetenz. Und ich hoffe, ich hab mir diesbezüglich etwas abschauen können.
  2. Ganz besonders gefreut hab ich mich über die Teilnehmer. Ich hatte eine bunte Mischung von Krimi-, Thriller-, SF- und Fantasy-Autoren in Wiener Neustadt. Vom engagierten „Amateur“ bis zum erfolgreichen Profi gab es alles, altersmäßig waren sie breit gestreut, auch Geschlechterparität hat geherrscht. Und vor allem waren unsere „Schüler“ mit vollem Einsatz bei der Sache.
  3. Ich bin eine Nachteule. Mir fällt es verdammt schwer, bereits um 9:30 voll bei der Sache zu sein. Andreas hat die Situation weiter verschärft, indem er uns gebeten hat, bereits um 9:00 loszulegen. Das war der einzige Moment, wo er mir nicht ganz so sympathisch war. 🙂 Aber es hat sich gezeigt, daß die frühere Beginnzeit notwendig war, um mit unserem dichten Programm durchzukommen. Es ist also um neun Uhr morgens losgegangen – und hat zwischen neun und zehn Uhr abends geendet.
    Elf bis zwölf Stunden intensivste Kopfarbeit (mit Essens- und Erholungspausen) – das ist wirklich heftig. Und dennoch hab ich kein böses Wort gehört, kein Murren, kein Stöhnen. Großartig.
  4. Das Umfeld hat alle Teilnehmer angesprochen, auch die Organisation hat bis auf kleine Ausnahmen geklappt. Was nicht immer selbstverständlich ist. Da kann schon mal ein Flug verpaßt werden oder jemand einsam und alleine auf einem Bahnhof aufs Abholen warten. Aber diesmal war alles so gut wie perfekt.
  5. Und weil die Teilnehmer so brav mitgezogen haben, haben wir dieses intensive und anstrengende Programm konsequent durchziehen können. Wir haben die eingereichten Texte und Exposés durchgearbeitet, theoretische Fragen beantwortet – und zwei gar nicht so leichte Übungen gemacht sowie durchbesprochen.

Am Ende des Camps war ich ziemlich erschöpft – aber ich hab auch viele neue Ideen und Anregungen mitnehmen können. Es war wie immer schön, mit Gleichgesinnten zusammenzusitzen und für eine Weile die ganzen Sorgen, das Drumherum des Lebens, aussparen zu dürfen.

Und daß der Spaß nicht zu kurz gekommen ist – das möcht ich mit ein paar Bildern beweisen. Die Photos stammen von Ricci Zebinger und von mir.

 

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