Der NEO-Nachschlag›

neo_hc10-326b0998Band 39, Der König von Chittagong, war mein letzter Beitrag zur Serie PERRY RHODAN NEO. Meine Güte, das ist ja schon wieder fast vier Jahre her …
Ich hatte dazumals ein tolles Exposé von Frank Borsch erhalten, das ich mit viel Spaß an der Freud‘ umsetzte. Meine Haupthelden hielten sich in Bangladesch auf, in einem „failed state“ des Jahres 2037, wie Frank es mir vorgegeben hatte.  Ich hatte großteils freie Hand bei der Ausgestaltung Chittagongs. Vorgegeben waren bloß der Schiffsfriedhof vor den Toren der Stadt – und das Auftauchen des Mutanten André Noir.

Ich will gar nicht verheimlichen, daß das Manuskript in der Erstversion nicht so geriet, wie es Expokrat und Redakteur haben wollten. Manche Szenen waren nicht gut genug, ich mußte nachbessern. (Was ein Autor niemals gerne macht und stets als tödliche Kränkung des Egos versteht.) Doch die Ausarbeitung des lokalen Ambientes, die Beschreibung des Straßenlebens und der imposanten Schiffsleichen – das alles bereitete mir viel Freude. Und ich hatte, nachdem ich das Wort „Ende“ unter das finale Manuskript geschrieben hatte, das Gefühl, noch längst nicht alles zum Thema Chittagong erzählt zu haben.
Dennoch war für mich nach Fertigstellung des Manuskripts klar, daß dies vorerst mein letzter NEO-Roman sein würde. Ich hatte Schwierigkeiten, das „Feeling“ richtig zu erfassen, zumal ich in der PERRY RHODAN Erstauflage ziemlich oft eingesetzt wurde und ich die Wechsel zwischen den beiden Serien nicht sonderlich gut vertrug.

Nun also kommt Band 10 der PERRY RHODAN NEO Platin-Edition mit dem Titel Die Macht des Imperiums in die Buchläden. Er umfaßt die Romane 37 – 40 der Serie, das neue und tolle Titelbild stammt von Dirk Schulz.
Als die Vorbereitungen zu Platin Band 10 ins Laufen kamen, bat mich Klaus N. Frick, eine Kurzgeschichte zu schreiben, die vorerst exklusiv im Buch veröffentlicht werden sollte. Mir war rasch klar, daß ich auf jene liegengebliebenen Ideen zurückgreifen würde, die ich bei der Arbeit an NEO 39 gehabt hatte. Umso mehr, als ich von der Redaktion freie Hand bei der Themenwahl erhielt.

Vielleicht wird man mir beim Lesen dieser Story vorwerfen, daß ich zu blauäugig an eine sehr komplexe Materie rangegangen wäre. Daß ich zu optimistisch sei. Daß ich zu sehr vereinfache und meine Gesellschaftskritik zu plakativ anbrächte.
Mit diesen Vorwürfen kann ich leben. Ich wollte in erster Linie das typische PERRY RHODAN-Lesefeeling vermitteln – aber auch einige Gedanken in die Zukunft projizieren (und fortspinnen), die mich heutzutage betroffen machen.

Den Lesern wünsche ich viel Spaß beim Lesen von Band 10 der NEO Platin-Edition. Die vier darin nachgedruckten Romane stammen übrigens von Christian Montillon, Michelle Stern, Oliver Fröhlich und von mir.

 

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