Zu PERRY RHODAN 2863

2863tibiAchtung, hier wird leicht gespoilert. Es macht also Sinn, zuerst den PERRY-Band 2863 zu lesen und dann meine Randbemerkungen dazu:

Der PERRY RHODAN-Roman 2863 ist der Auftakt zu einer weitgehend geschlossenen Geschichte, die vier Bände umfassen wird. Ich hatte das Privileg, Beginn und Abschluß dieses „Viererblocks“ zu schreiben – und ich habe es sehr genossen. Selten zuvor ist es mir so leicht gefallen, Manuskripte zu schreiben. Das einzige Problem, das ich mit beiden Geschichten hatte, war, daß ich in den Texten zu lange geworden bin. Aber das ist kein Wunder: Es gab zu viele zu schöne Ansätze und es gab eine Menge Vorgaben, die verarbeitet werden mußten.

Gerade bei PERRY RHODAN 2863 fiel es mir schwer, mit dem verfügbaren Platz zurecht zu kommen. Es existierten mehrere Anknüpfungspunkte, die ich gerne weiterverfolgt hätte. Orte, die ich nur vage zeichnen konnte und um die ich ich gerne intensiver gekümmert hätte. Personen, bei denen ich spürte, daß sie eine Geschichte in sich trugen. Da sind zum Beispiel Pashnard und seine Mutter Glanztein. Ein Pärchen, für das ich eine Hintergrundgeschichte in petto gehabt hätte. Und der opportunistische Malawikk. Und insbesondere der Alte Fila, der in 2863 nur eine ganz kleine Rolle spielte. Für mehr war leider kein Platz – doch fand ich faszinierend, was er darstellt.
(Für jene Leser, die an der Expo-Gestaltung interessiert sind, möchte ich einfügen: Im Expo war lediglich die Funktion des Alten Fila vorgegeben. Das, was er darstellt, hat einen Zweck für das „Unten“. Aber daß es sich dabei um ein Lebewesen handelt – mit allen Konsequenzen -, das ist auf meinem Mist gewachsen.)

Atlan hat unter anderem zwei jugendliche Begleiter an seiner Seite: Lua Virtanen und Vogel Ziellos. Vogel hatte ich bereits mal in einem Roman als Identifikationsfigur, und es gab für mich in 2863 keinen passenden Zugriff auf Lua. Also entschied ich mich, Atlan als starke Führungsfigur zu übernehmen, die den Leser durch den Roman geleitet.
Das mag selbstverständlich klingen; doch ich hab es schon sehr gerne, Nebenfiguren in den Vordergrund zu schieben.

Eine weitere sehr schöne Figur in 2863 ist der Konglomerierte Bacctou. Ein geheimnisvolles Geschöpf, das eine geheimnisvolle Rolle spielt. Mich hat sein Umfeld sehr interessiert. Wie er seine besonderen Fähigkeiten ausspielt, wie er seine Helfershelfer benutzt, wie sein Refugium gestaltet ist. Auch darüber wird der Leser in diesem Roman bloß Andeutungen bekommen. Aber das Konzept der Bacctou und ihre Art zu leben – das find ich von der Expokratur sehr schön gelöst.

Alles in allem hat mir das Expo zu PERRY RHODAN 2863 großartige Vorgaben geliefert, in dem ich zwar viele Vorgaben zu verarbeiten, ich aber auch viele Freiheiten bekommen hatte und viel spintisieren durfte. Auch wenn nicht jedermann mit der Beschreibung des „Unten“ einverstanden sein wird – ich hab das Manuskript beim Schreiben gemocht.

 

 

 

 

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4 thoughts on “Zu PERRY RHODAN 2863

  1. Tja, das ist das Problem bei einer Heftserie. Der Platz ist wesentlich kleiner als wenn man einen Buchroman schreibt. Im Heft fallen dann leider viele schöne Gedanken und Hintergründe weg, die so manches erklären würden, was man als Heftleser dann halt nicht erfährt und es somit bedauerlicherweise auch mal zu der ein oder anderen Fehlinterpretation kommt.

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