Zu PERRY RHODAN 2762

2762tibi-aef71077In Kürze erscheint wieder mal ein PERRY RHODAN-Heft aus meiner Tastatur. Ich finde es sehr reizvoll, Wochen, nachdem ich den Text geschrieben habe, nochmals ein bißl darüber zu reflektieren.

Wenn ich an die Arbeit zurückdenke, fällt mir sofort wieder die anfängliche Unlust ein, mit der ich ans Schreiben ging. Das war nun wirklich nicht ein Thema, das mich sonderlich interessierte. Auch die Figuren, die ich zur Verfügung hatte, kannte ich bis auf eine Ausnahme nicht besonders gut, und mit dem Volk der Akonen wußte ich erst recht nicht viel anzufangen.

Es ist schwer für mich, Unterschiede zwischen Arkoniden und Akonen in ihrem persönlichen Verhalten zu benennen. Beide Völker zeigten lange Zeit dieselbe Überheblichkeit und Arroganz. Mag sein, daß die gesellschaftlichen Strukturen unterschiedlich sind – aber als Figuren sind sie sich nun mal sehr ähnlich.

Es dauerte eine Weile, bis ich meinen Irrtum erkannte: Meine Aufgabe war es nicht, einen Text über das Volk der Akonen zu schreiben – sondern über einige ihrer Vertreter. Und da bot das Expo zu PERRY RHODAN 2762 sehr, sehr nette Ansätze, was das Zwischenakonische betrifft. Auch wenn es zu diesem Thema im Roman nur wenig Text gibt, glaube ich doch, daß insbesonders diese Passagen wichtig sind. Sie definieren Verhaltensweisen und erzeugen Fremdartigkeit.

Ein zweiter, wichtiger Handlungsstrang des Romans gehört einem der aktuellen Bösewichte der Serie. Das ist nun mal nicht einer von der Sorte: „Ich bin der Schlechte, und ich werde euch alle töten/ausrotten/unterdrücken, harhar“, sondern eine Person mit vielen und vielfältigen Facetten. Es hat mir ziemlichen Spaß gemacht, die Geschehnisse mal aus seiner Perspektive zu betrachten und zu zeigen, daß er ja durchaus recht hat. Eigentlich ist mir der Kerl richtiggehend sympathisch geworden, während ich über ihn geschrieben habe.

Titelgebend für den Roman ist eine ganz besondere Statue. (Ich finde das Titelbild von Swen Papenbrock übrigens grandios.) Die „Meister-Statue“ wird bereits in PERRY RHODAN Nummer 2761 von Hubert Haensel thematisiert, in meinem Text erfährt man ein Stück mehr über sie. Die Expokraten haben da ein klein wenig Material übernommen, das ich vor Jahren für die Taschenbuch-Serie „Ara-Toxin“ erfunden hatte, und damit schließt sich für mich wieder mal ein Kreis. Wie es ja oft bei PERRY RHODAN vorkommt: Geschehnisse, die vor zig Jahren beschrieben wurden, bekommen plötzlich Bedeutung. Das mag der Leser nun bemerken oder nicht, das mag er wissen oder nicht – aber diese Abrundungen machen meiner Meinung nach einen großen Teil des Serienerfolgs aus.

 

 

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