Minus drei Tage

Wie ist denn eigentlich das Thema entstanden, das wir im Rahmen des Schreibcamps zu einem Buch machen wollen?

Für mich stand von vorneherein fest, daß wir uns im Bereich der Fantasy bewegen sollten. Fantasy ist leicht zu verstehen und bietet den Mitarbeitern ausreichend Bewegungsfreiheit. Man darf nicht vergessen: Es arbeiten mehr als ein Dutzend Autoren an diesem Text, der in seiner Letztfassung möglichst homogen wirken sollte.  Unterschiedliche Schreibweisen und Stile müssen untergebracht und auf persönliche Vorlieben Rücksicht genommen werden. Mir erschienen die Möglichkeiten der Fantasy da eindeutig am geeignetsten.

Inhaltlich machte ich mir bereits vor Weihnachten 2013 erste Gedanken. Wie zumeist, kümmerte ich mich zuerst um die Handlungspersonen. Es müßten drei sein, dachte ich mir; das sind nicht zu wenig und nicht zuviel, die Interaktionen sind überschaubar und dennoch interessant genug. Immerhin handelt es sich um zwei Mädels und einen Burschen, und das alleine ergibt – wie auch im wirklichen Leben – jede Menge Konfliktpotential.

Aus Figuren und deren Lebensläufen entstehen oft Geschichten, ohne daß man viel dazutun muß. So war’s auch diesmal kein Wunder, daß aus wenigen Charakterstudien recht rasch ein grobes Handlungsgerüst entstand. Alles war noch recht vage, aber immerhin: Ich wußte, daß es unsere drei Helden in eine Fantasy-Welt verschlagen würde, in eine Parallel-Welt, in der sie sich möglichst rasch finden und zurechtfinden mußten.

Diese erste Ideensammlung schickte ich an die Teilnehmer am Schreibcamp aus, so daß sie sich über die Weihnachtsfeiertage gleich mal die Köpfe zerbrechen konnten. Ich erhielt jede Menge Ideen, die natürlich in die unterschiedlichsten Richtungen gingen. Ich mußte kürzen und streichen und mich auf einige wenige Vorschläge konzentrieren. Eine Welt samt bunter Flora und Fauna entstand vor meinen Augen, neue Figuren tauchten auf. Ein Bösewicht meldete sich zu Wort. Und mit diesen neuen Bildern ergaben sich auch die Motive. Das Warum der Handlung bekam ein erstes, sehr vages Gesicht.

Vor einigen Wochen dann besprach ich mich mit dem Co-Referenten meines Schreibcamps, mit Leo Lukas. Im Zuge dieses intensiven Gesprächs packten wir eine Menge Fleisch auf die bis dahin noch dünne Handlungslinie. Wir gaben unserer Welt einen sehr dominanten Faktor – jenen Fluß, entlang dessen unsere Helden reisen werden -, wir definierten den Bösewicht und seine Absichten und wir (er)fanden ein unerwartetes Element, von dem gute Geschichten nun mal leben.

Den Teilnehmern und mir ist noch längst nicht klar, was wir während des fünftägigen Schreibcamps alles zu erledigen haben. Es ist, als müßte ich eine Wettervorhersage für die nächste Woche machen. Je weiter voraus ich in die Zukunft schaue, desto unklarer ist das Bild. Aber das wird sich ändern. Immerhin gibt’s jede Menge kreativer Köpfe, die diese Geschichte erzählen möchten.

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s