Fabriksarbeit

Der Verlag Bastei-Lübbe experimentiert seit geraumer Zeit mit Formaten abseits des „herkömmlichen“ Buchs. Man ist im Hörbuch-Bereich stark aufgestellt, man arbeitet an der Verbreiterung des e-book-Bereichs. Die Endzeitserie „Apocalypsis“ zum Beispiel ist seit Winter 2011 in zwei Staffeln als Hörbuch-Download, als e-book, aber auch als „read & listen“-Version erhältlich, mit insgesamt 24 Teilen. Dieser Fortsetzungsroman wurde erst nachträglich in Buchform „zweitverwertet“, dem digitalen Medium wurde also der Vorzug gegeben.

Nun laufen seit geraumer Zeit Planungen und Vorbereitungen für eine Serie, die ähnlich propagiert werden soll und den Titel „Horror Factory“ trägt. Das Konzept ist denkbar einfach: Alle zwei Wochen wird eine neue und exklusiv geschriebene Geschichte als e-book und als Hörbuch zur Verfügung gestellt. Alle Storys sind in sich abgeschlossen, sie sind etwa so lang wie zwei Drittel eines Heftromans.

Den ersten Beitrag zur Horror Factory verfaßt Wolfgang Hohlbein (erscheint am 29. Mai 2013), danach folgen Christian Endres, Christian Montillon, Timothy Stahl, Uwe Voehl und Manfred Weinland, allesamt wahrlich keine Unbekannten in der Landschaft deutschsprachiger Genre-Autoren.

Uwe Voehl, den ich von den beiden Zaubermond-Serien „Coco Zamis“ und „Dorian Hunter“ her kenne, fungiert auch als Herausgeber, und er hat mir die Möglichkeit geboten, einen Roman zur Horror Factory beizutragen. Er wird die Nummer 9 tragen und, wenn ich richtig gerechnet habe, am 18. September erscheinen. Ich arbeite gerade eben am Text und kann noch nicht allzuviel dazu sagen. Er spielt im Wien der Jetztzeit, ohne allerdings einen direkten Bezug zur Stadt zu haben. Es gibt auch für mich wieder mal Neuland zu erobern. Ich weiß noch nicht, wie ich meine Ideen in ein Manuskript umsetzen kann. Die gewünschte Länge des Textes ist für mich doch recht ungewöhnlich.

Ich bin sehr neugierig, wie sich das Konzept bewähren wird. Es hat ja schon ausreichend Versuche gegeben, Inhalte ausschließlich über das e-book-Format zu verkaufen, und nicht alle sind gut ausgegangen. Aber das Prinzip, die Romane auch als Hörbuch zum Download anzubieten – das hat was Reizvolles. Bastei-Lübbe wird gewiß einige Marketing-Aktivitäten setzen müssen, um auf die Horror Factory aufmerksam zu machen. Der Preis von 1,49 Euro für beide Formate ist auf jeden Fall ein Grund, mal reinzulesen/zuhören. Doch eines ist ganz klar: Wir Autoren müssen gute Arbeit abliefern. Ein besseres Argument für den Erfolg der Horror Factory kann’s nun mal nicht geben.

Hier ist der Link zu den derzeit verfügbaren Informationen auf der Homepage von Bastei-Lübbe: http://www.luebbe.de/Suchergebnisse/Allgemein/alle/factory/1/titel_asc/20/1/0/0

Horror-Factory 1 (809x1280)

Das Coverbild von Band 1 ist Copyright Bastei-Lübbe.

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3 thoughts on “Fabriksarbeit

  1. Interessantes Format. Und dass es endlich mal wieder „freie“ Geschichten sind, wie damals bei den Gespenster-Krimis etc.

    Bin mal gespannt, wie du mit dem vorgegebenen Umfang zurechtkommst!

  2. Kleine Korrektur: Beide Apocalypsis Staffeln erschienen nach Veröffentlichung der elektronischen Versionen dann auch jeweils in einem Band als Taschenbuch.

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