Interview mit … Christoph Dittert und Hartmut Kasper

Die neuen Exposé-Autoren bei PERRY RHODAN heißen Christoph Dittert und Hartmut Kasper, die unter den Pseudonymen Christian Montillon beziehungsweise Wim Vandemaan für die Serie schreiben. Sie lösen Uwe Anton ab, der sich ab Band 2699 von der Expo-Arbeit zurückzieht und beabsichtigt, wieder mehr Romane selbst zu schreiben.

Ich habe das Gespräch mit den beiden unmittelbar nach Abschluß der Autorenkonferenz Mitte Oktober geführt, in einem Restaurant, eingeladen vom Verlag. Meine beiden Opfer blickten immer wieder sehnsüchtig rüber zur sechs Meter langen Tafel, die sich unter dekadenten Lukullitäten wie Fasanenzungen, Schweinskaldaunen oder Trüffelkompott bog und ächzte. Doch ich blieb unbarmherzig; sie mußten eine halbe Stunde lang darben und mir Rede und Antwort stehen. Herausgekommen ist folgendes Interview:

F: Wie fühlt ihr Euch, kurz nach Bekanntgabe des Exposé-Wechsels? Ihr wißt beide schon seit einiger Zeit, daß ihr diese Arbeit übernehmen werdet – aber jetzt, nach der Autorenkonferenz, geht’s richtig los, oder?

C: Ja, jetzt geht’s richtig los! Wir haben zwar schon einige Exposés fertig – aber das Gefühl, unmittelbar nach der offiziellen Bekanntgabe, ist schon toll! Die Aufgabe ist groß, die Vorfreude ebenfalls.

F: Hartmut – Du schaust ungemein begeistert drein, Du jubelst und schreist und tobst ob Deiner neuen Aufgabe? (Anm: Hartmut sitzt mir gegenüber und hat das übliche Pokerface aufgesetzt).

H: Es ist sehr spannend. Viel spannender noch, als ich mir das zuvor vorgestellt habe. Und es ist nochmal eine ganz andere Aufgabe, als wenn man als Autor alleine zu Hause sitzt und Gedanken ausspinnt. Jetzt arbeiten wir zusammen und entwickeln eine gemeinsame Welt.

F: Ihr teilt Euch entgegen der Arbeitsweisen früherer Expokraten-Teams keine Handlungsebenen auf, sondern arbeitet gemeinsam an allem. Wie kann man sich das vorstellen? Daß Hartmut den Boden bestellt und Christian fährt dann mit dem Rechen (Anm: der Harke) drüber oder umgekehrt? Bringt ihr beide gleichberechtigt Ideen ein?

C: Das sind superschöne Theorien, die Du da gebracht hast, Michael, aber das wird ein sehr gut gehütetes Geheimnis des Perryversums werden.

Wir arbeiten gemeinsam an jedem einzelnen Exposé. Es gibt keinen Roman ohne Gedanken von mir oder Gedanken von Hartmut. Wie das genau abläuft – das verrat ich nicht.

F: Aber Hartmut wird’s mir verraten, nicht wahr?

H: Das Grundprinzip ist dasselbe wie bei Lennon/McCartney, allerdings mit weniger Musik (lacht).

F: Hartmut, Du bist nur Teilzeit-Autor. Wie bekommst Du denn alles unter eine Kappe: den Beruf als Lehrer, das Familienleben und das Schriftstellerdasein?

H: Es geht so.

F: Geht’s vielleicht ein klein wenig ausführlicher?

H: Ich habe einen Hauptberuf, der sehr nahe an meinem Hobby-Beruf dran ist. Eigentlich beschäftige ich mich nur mit Literatur. Was ich in dem einen Bereich theoretisch vermittle, kann ich in dem anderen einsetzen. Ich profitiere also in beiden Richtungen. Es gibt keine Doppelbelastung, weil sich die beiden Sachen überschneiden.

F: Muß man sich das also so vorstellen, daß Du im Unterricht sitzt, die Kinder/Jugendlichen beschäftigt hältst und dabei an einem PERRY RHODAN arbeitest?J

H: Auch.

F: Verstehe.

H: Dafür gibt’s im Unterricht die sogenannten Still-Arbeitsphasen für alle Beteiligten (lächelt).

F: Christoph – Du bist Fulltime-Autor und hast ein immens großes Arbeitspensum zu bewältigen. Inwieweit wirst Du das aufgrund der Exposé-Arbeit nun einschränken? Wirst Du weniger Romane für PERRY RHODAN schreiben?

C: Ich werde weniger Romane schreiben, ganz klar. Das geht gar nicht anders. Ich konzentrier mich auf PERRY RHODAN und auf die „Drei ???“. Alles andere, was ich so „nebenher“ gemacht hab, das läuft jetzt einfach aus.

F: Du hast also zum Beispiel Deine Mitarbeit bei den diversen Titeln beendet, die beim Zaubermond-Verlag laufen?

C: Ja. Ich bin Dennis Erhardt vom Zaubermond-Verlag freundlich verbunden, und wenn’s mal klappt, gibt’s auch wieder einen Roman von mir, aber konkret ist derzeit nichts abgemacht.

F: Wenn also nun Bastei anfragen würde, ob Du beispielsweise etwas für MADDRAX oder JERRY COTTON machen könntest, würdest Du absagen?

C: Keine Chance. Ich mag die Serien und die Redakteure ja gern, hab aber keine Zeit.

F: Wie ist das bei Dir mit der Arbeit fürs Radio, Hartmut? Mußt Du Dich dabei einschränken? Oder gibt es andere Dinge, bei denen Du kürzer treten wirst?

H: Nein. Die Arbeit für Denis Scheck ist ja keine Vollzeitarbeit, die nimmt mich bloß vier- bis fünfmal im Jahr in Anspruch. Da les ich ein Buch – Dennis bezahlt mich dafür -, ich sage meine Meinung dazu und nehme es auf. Pro Buch arbeite ich etwa eine Woche. Ich kann mir die Bücher aussuchen und nehme mir in aller Regel sehr, sehr lehrreiche Lektüre. Ganz häufig auch Bücher, die man in unserem Metier wieder einsetzen kann.

F: Wie sieht es mit der filmischen Dokumentararbeit aus? Du hast bereits mehrmals bei André Schäfer von der Florianfilm GmbH mitgeholfen, der auch die PERRY RHODAN-Doku geschaffen hat.

H: Wir planen etwas, gemeinsam mit dem WDR, da sind aber die Verträge noch nicht unterschrieben. Das sind Dokumentationen im kleinen Stil.

F: Christoph, wie sieht’s derzeit bei Dir und den Drei ??? aus?

C: Sehr gut. Ich bin da voll dabei, es macht auch riesig Spaß. Sehr schön daran ist, daß ich immer wieder Lesungen abhalte. Meist vor Schulklassen, aus dem Bereich der dritten bis zur sechsten Klasse. Da bekomm ich auch immer gleich direktes Feedback.

Es ist sehr interessant, zu erleben, wie Kinder mit Büchern und Romanen umgehen. Das ist ganz anders als beim typischen PERRY RHODAN-Leser.

F: Sind die Drei ??? ein Ausgleich zur Arbeit an PERRY RHODAN?

C: Absolut. Diese Zielgruppe, die Kinder, die ist viel lebendiger.

F: Wirst Du bei den Drei ??? auch kürzer treten müssen, oder behältst Du da Deinen Rhythmus bei?

C: Es existiert kein fester Rhythmus in dem Sinne. Es gibt sechs Autoren, und die schreiben sechs Bücher im Jahr, plus ein paar Sonderbände. Im Prinzip macht man ein, zwei Bände im Jahr. Das behalte ich in jedem Fall bei.

H: Es ist sowieso Teil der längerfristigen Planung, die Drei ??? in PERRY RHODAN zu integrieren.

F: Das ist aber schlau …

C: Es gibt schon genauere Pläne, in Richtung Cosplay und so. Das kann man im Perryversum natürlich gut ansiedeln.

F: Kommen wir zur persönlichen Ebene der Zusammenarbeit: Wie kommt ihr miteinander zurecht?

H: Es ist einfach ein großer Spaß. Es ist anders, als ich es mir gedacht hab. Ich hab’s mir distanzierter vorgestellt, auch schwieriger. Ich empfinde die Zusammenarbeit als ganz große Bereicherung. Ich hätte mir das nie so gedacht; es macht einfach nur Freude, die Ideen, die man hat, vom Anderen gewickelt, gedreht und gewendet zurückzubekommen.

F: Die persönliche Chemie zwischen Euch stimmt also? Würdet ihr gemeinsam unter die Dusche gehen?

H: Ich dusche immer ganz kalt; ich weiß nicht, ob Christoph das ertragen würde (lacht).

C: Brr! Aber ein gemeinsamer Saunabesuch – da wär ich jederzeit dabei. – Die Zusammenarbeit funktioniert wirklich super. Wir ergänzen uns toll und kommen auch persönlich gut aus.

H: Man sieht die Potentiale einer anderen Idee ganz anders als die der eigenen. Und da wir an einem gemeinsamen Thema arbeiten, entwickelt sich das aus sich heraus. Die Zusammenarbeit ist unangestrengt und angenehm.

F: Ich kenne Euch nun schon seit einiger Zeit als Kollegen. Ich sehe Dich, Hartmut, als Intellektuellen, und Dich, Christoph, als ungemein fleißige Arbeitsbiene. Seht ihr Euch selbst auch so, oder ist das bloß meine persönliche Wahrnehmung?

H: Ich würde mich nicht als intellektuellen Autor bezeichnen. Ich versuche, meine Romane spannend und unterhaltsam zu machen. Aber wirklich nicht auf so einem Niveau, daß man sagen müßte, ich wollte meinen Intellekt präsentieren. Mich interessieren Figuren, mich interessieren die Geschichten selbst.

C: Was er damit sagen will, ist, daß er in seinen Ideen genial ist. Wenn man ein Thema hat und am Tisch sitzt und darüber nachdenkt, was man da oder dort machen könnte, sagt er nach einigen Sekunden: „Ich könnte mir Folgendes gut vorstellen …“ – und dann kommt ein Super-Konzept für acht, neun oder zehn Romane. Das ist manchmal so verwoben, daß ich das dann gerne runterbreche. Aber das klappt sehr gut.

F: Wie ist Euer persönlicher Anspruch an die Serie PERRY RHODAN? Wollt ihr etwas daran verändern? Möchtet ihr Schwerpunkte setzen und zum Beispiel weg von einer technischen Handlung gehen und dafür mehr personenbezogen arbeiten? Gibt es ein Grundkonzept, das ihr von vornherein erarbeitet habt?

C: Hartmut hat eben schon gesagt, daß ihm die Figuren am Herzen liegen, und die Geschichten. Das geht mir auch so. Ich denke, wir erzählen im Vergleich zu dem, was zuletzt war, mehr Geschichten. Technik, das ist kein Geheimnis, liegt mir persönlich nicht so. Aber dafür haben wir ja den Rainer Castor, der uns bei unserer Arbeit berät und unterstützt. Das ist gut so.

H: Mein Ideal wäre, daß die Serie für die Leser ein Zuhause bleibt.

Denis Scheck hat mal gesagt: PERRY RHODAN zu lesen – das war in seiner Jugend Teil einer tollen Zeit. Man fieberte mit, wollte wissen, wie es weitergeht, wie geht es aus. Dieses Gefühl möchte ich gerne vermitteln. Daß der Leser nach dem Ende eines Romans wissen möchte, wie es weitergeht, wie ein Handlungsfaden aufhört, wie ein Zyklus ausgeht. Wie die Lösung ist.

F: Es geht Euch also ums Fiebern und Bangen.

H: Genau.

F: Gehen wir zu den kommenden Inhalten. Ihr werdet nicht viel verraten können und wollen. Aber gibt es Anhaltspunkte, die ihr verraten möchtet? Was werdet ihr anders machen, auch in formaler Hinsicht? Es gibt zum Beispiel diesen Dreifachband, der in Planung ist und von einem einzigen Autor geschrieben werden wird. Hat sich das einfach so ergeben?

C: Ja, der Dreifachband hat sich ergeben. Das sollte ein Doppelband werden. Bei der Arbeit daran haben wir aber gemerkt, daß in dem Thema mehr drin steckt.

H: Ich möchte das bei dieser Gelegenheit gleich rausstreichen: Wir möchten, daß Geschichten nicht so sehr in einen Rahmen eingefügt werden. Die Geschichten bekommen genau den Raum, den sie brauchen. Der Dreifachband ist keine Notlösung; es entwickelte sich ein Thema, das groß ist – und wir möchten es auch dementsprechend präsentieren. Es ist nicht aufgeblasen. Es ist in drei Romanen zu erzählen, und nicht in weniger. Die Geschichte verlangt diese Länge.

F: Ich möchte gerne auf andere Formalismen eingehen. Euer erster Zyklus wird laut Planung mit 2799 enden, also ganz herkömmlich …

H: Es wird allerdings einige interne Überraschung geben, die man in einem Zyklusverlauf so noch nicht gesehen hat.

F: Ihr wollt schon einen kleinen Zwischenhöhepunkt mit Band 2725 setzen. Ist das eine dieser Überraschungen?

H: So etwas in der Art wird kommen, ja. Es wird etwas kommen, das den Leser nicht betrübt und nichts vorenthält. Wir haben überlegt, ob es ein Roman sein könnte, der lange Zeit braucht (zeigt ein sphinxisches Lächeln).

Ideal für uns wäre, wenn der Leser nicht erahnt oder errät, worauf es hinausläuft – und am Ende sagt: „Es konnte gar nicht anders kommen!“

F: Ein Zyklus über hundert Bände erfordert, daß man im Vorhinein gehörig Gehirnschmalz investiert. Ist Euer erster Zyklus bereits durchstrukturiert? Wißt ihr, was im Band 2799 als Ergebnis rauskommen wird? Gibt es da bloß eine Vision, oder kennt ihr schon den letzten Satz, der in diesem Roman stehen muß?

C: Wir wissen, wo es hingeht. Wir wissen es wohl nicht so detailliert, wie andere Exposé-Autoren es wußten. Aber wir wissen, worauf wir abzielen. Wir arbeiten ja auch schon geraume Zeit daran. Das ist keine Sache, die sich von einem Tag auf den nächsten ergeben hat. Wir sind in der angenehmen Situation, daß wir in der Expo-Arbeit einen fließenden Übergang machen und uns lange vorbereiten konnten, bevor wir die ersten Exposés geschrieben haben.

F: Wie hat die Übergabe von Uwe Anton an Euch funktioniert? Hat es Berührungspunkte mit Uwes Arbeit gegeben? Habt ihr ihm gesagt, daß ihr diese oder jene Figur im neuen Zyklus zur Verfügung haben wollt und sie deshalb nicht sterben darf? Oder ist es umgekehrt? Müßt ihr auf seine Abschlußarbeiten Rücksicht nehmen?

H: Es gibt einen ganz fließenden Übergang. Ich bin seit geraumer Zeit mit Uwe im Gespräch und wir arbeiten auch einander zu. Es gibt eine Stelle, in der die beiden Zyklen ineinander verwoben sind. Obwohl etwas ganz Neues beginnt, basiert die Handlung auf dem, was im Zyklus bis 2699 geschieht.

Die Leser werden keinen Bruch sehen, sondern einen Übergang. Wir haben nach meiner Einschätzung sehr, sehr von den Erfahrungen profitiert, die Uwe bei der Expo-Arbeit gemacht hat. Die Ratschläge, die wir von vielen Seiten, aber vor allem von Klaus und Uwe bekommen haben, waren alle gut. Sie waren immer wirklich hilfreich.

C: Ich sehe das genauso. Wir wußten von Anfang unserer Arbeit an, wie der Zyklus bis 2699 enden wird, weil Uwe sehr gut vorausgeplant hatte. Wir haben ihm dann gesagt, daß wir Figuren so oder so positionieren wollten. Uwe hat dann darauf zugearbeitet, das war überhaupt kein Problem. Es hat sich alles harmonisch zusammengefügt.

Uwe schließt seinen Zyklus genauso ab, wie er es wollte. Der Band 2700 schließt dann exakt an den Vorgängerband an – aber es beginnt eben ganz neu. Das wird der Leser erst verstehen, wenn er dieses Heft gelesen hat.

F: Die Daten-Arbeit hat weiterhin Rainer Castor über …?

H: Ja, das bleibt gleich. Das gibt uns ein sehr sicheres Fundament. Rainer arbeitet sehr präzise. Er arbeitet mit seinen Anmerkungen offene Fragen aus, die wir übersehen. Er verlangt auch, dass wir diese Dinge nochmals beantworten. Er kann sehr streng sein – und das ist gut.

F: Wie groß ist der Einfluß vom Chefredakteur, von Klaus Frick, auf Eure Arbeit? Ist er Ideengeber, lenkt er Euch, läßt er Euch vollkommen freie Hand?

C: Wir präsentieren Klaus unsere Ideen. Er hört sich alles an, nimmt es auf, sagt seine Meinung und bringt Ideen ein. Wenn sie schön passen, nehmen wir sie, wenn nicht, dann nicht. Es ist ein kreativer Austausch, auch mit ihm.

Die Handlung kommt von Hartmut und von mir, und Klaus ist eine zusätzliche Instanz, mit der wir uns austauschen.

H: Klaus hat eine unglaubliche Weitsicht. Er kann Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten über sehr, sehr viele Hefte, über große Zeiträume abschätzen. Er entdeckt Potentiale, er entdeckt auch Schwächen. Das ist für uns von unschätzbarem Wert.

Eigentlich ist er mehr als ein Redakteur. Er ist ein guter Ratgeber, und man merkt eben auch, daß er mit diesem Kosmos, mit diesem Material unglaublich professionell und weitsichtig umzugehen weiß.

C: Es ist nicht selbstverständlich, daß sich ein Redakteur derart intensiv um Inhalte kümmert. Ich bin sehr froh drüber. Das ist, wie gesagt, nicht selbstverständlich.

F: Gab es denn eine Gelegenheit, zu der Klaus meinte: „Nein, so können wir das nicht machen!“

C: Wir haben ein paar kühne Ideen in die Planung eingebracht. Bei manchen hat Klaus dazugeschrieben, daß er damit Bauchweh hätte. Eine Stunde später oder so, je länger er darüber nachdachte, umso besser gefielen ihm unsere Vorschläge. Es gibt keine Einschränkungen von Klaus, ganz im Gegenteil. Was er macht, ist, uns zu unterstützen. Wenn er wirklich Bedenken einbringt, was bei so einem Arbeitsprozeß die normalste Sache der Welt ist, dann hat das Hand und Fuß.

H: Es gibt keine no-gos. Wir können alles ausprobieren. Manchmal fordert Klaus, daß, wenn wir etwas versuchen, auch die Konsequenzen bedenken. Manchmal sind wir in der Gefahr, von den eigenen Ideen zu sehr begeistert zu sein, ohne daß sie dann die Handlung trägt.

F: Ihr geht selbstverständlich mit sehr viel Enthusiasmus an die Sache ran. Die Handlung nähert sich für den Leser bald dem Jubiläumsband 2700. Irgendwann wir Band 3000 das große Thema sein. Denkt ihr so weit voraus?

H: Ja. Wir haben einen Arbeitstitel für Heft 3000 und eine Idee, worauf es zusteuert – und eine große Sicherheit, daß es nicht so kommen wird, wie wir es uns denken (lacht). Und wenn unsere Idee nicht gut genug ist, hilft uns womöglich das Autorenteam bei der Arbeit. Dann wird sich die Geschichte nochmals ganz anders entwickeln und aus sich heraus leben. Wir werden die Handlung nicht in eine Richtung zwingen; aber eine Tendenz bis in Richtung Band 2900 sehen wir deutlich.

F: Ihr seid sehr zufrieden mit der derzeitigen Form der Zusammenarbeit? Ihr denkt wirklich schon sehr weit voraus …

C: Ganz klar! Wenn Hartmut nicht aufhört, dann ist alles wunderbar!

H: Es gab heute während der Konferenz wieder mal viele Beispiel dafür, wie die Kollegen Ideen entwickeln und fortspinnen. Welches Potential die Serie mit den Figuren und den Settings hat. Das ist für den Einzelnen fast zu groß, um es zu überschauen, und die Teamarbeit hilft uns sehr, bereits jetzt weit in die Zukunft zu blicken.

Die Photos stammen von Hubert Haensel.

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4 thoughts on “Interview mit … Christoph Dittert und Hartmut Kasper

  1. Pingback: Martin Blacks Perry Rhodan Universum » Interview mit … Christoph Dittert und Hartmut Kasper «

  2. Hallo.
    Es wirkt so, als ob die Ideen von UA, wie sich die PR Serie in Richtung Band 3000 entwickeln wird, jetzt eigentlich obsolet sind, da er mit dem Ende des aktuellen Zyklusses seine Tätigkeit als Expokrat weitergeben wird. Stimmt das so?
    Greets, Richard

    • Hallo Richard, ich bin schlichtweg der falsche Mann, um diese Frage zu beantworten. Natürlich entwickeln Hartmut und Christoph ihre eigenen Konzepte, ihre eigenen Visionen. Ich weiß nicht, inwieweit diese auf Vorgaben von Uwe beruhen, inwieweit sich alte und neue Expokratur bei der Handlungsübergabe abgesprochen haben. Sorry …

      • Hallo Michael! Ok, verstehe! – Ich habe da überlegt, ob es seitens des neuen Expokratenteams ev. Infos dazu gab aber offenbar nicht. Vielen Dank für die Antwort! Greets, Richard

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