PERRY RHODAN-Tagebuch, 3. Eintrag

Das Schreiben ist ein Prozeß, der seine Aufs und seine Abs hat. Ist mir die Arbeit an meinem PERRY RHODAN-Roman bislang leicht von der Hand gegangen, hab ich nun einen „Durchhänger“. Ich komm nicht so recht weiter, es fühlt sich alles sehr letschert an, mir kommen die eigenen Texte nicht sonderlich gut vor.

Nun – dieses Gefühl täuscht oft, und ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich über solche Phasen einfach „drüberschreiben“ muß. Sprich: Weitermachen, ohne Wenn und Aber. Bei den Korrekturdurchgängen gibt’s eh Gelegenheit, mit der notwendigen zeitlichen Distanz diese schwächeren Textpassagen zu verbessern oder gegebenenfalls umzuschreiben.

Einige – kleinere – Hürden hab ich hingegen so gemeistert, wie ich’s mir vorgestellt hab. Eine Phase, in der laut Vorgabe sehr viel diskutiert und Hintergrundwissen an den Leser weitergegeben wird, hab ich auf eine persönliche Ebene „runtergebrochen“. Sprich: Die Inhalte werden zwar vermittelt, der Fokus aber auf eine bestimmte Person gerichtet und ihr Innenleben ein klein wenig ausgeleuchtet. Das ist ein „Schmäh“, den ich in solchen Fällen besonders gerne anwende und der zum Beispiel die Figur Alaska Saedelaere so beliebt gemacht hat. Der Mann wird nicht durch seine Fähigkeiten definiert, sondern hauptsächlich durch seine meist tragische Rolle, durch diesen Hauch von Melancholie, die ihn umgibt.

Auch den ersten emotionalen Höhepunkt hab ich mittlerweile gesetzt. Das ist jener Punkt, von dem aus mein Hauptheld den Roman hindurch atemlos bleiben wird. Wenn alles so funktioniert, wie ich’s mir vorstelle, wird sich der Leser bis zum Ende fragen: „Schafft es XY, oder schafft er’s nicht?“

Nun, das alles hört sich ein bißl sehr theoretisch an, und viele Sachen geschehen instinktiv. Aber es ist hilfreich, sich diese Dinge immer wieder bewußt zu machen und darüber nachzudenken, wo man was verbessern könnte. Ich möchte schließlich ein Manuskript abgeben, das ich selbst für „rund“ und „gelungen“ halte …

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