Kurt Luif gestorben

Ich habe Kurt Luif bei zwei oder drei Gelegenheiten in privatem Rahmen getroffen, und einmal bei einem PERRY RHODAN-Con in Wien. Er war goschert, war ein Raunzer, schimpfte über alles und jeden – kurzum, er war ein echter Wiener, und er war sicherlich kein Mensch, der es einem leicht machte, ihn zu mögen.

Als Autor hatte er Stärken und Ansichten, die ich mir von Zeit zu Zeit in Erinnerung rufe, wenn ich in meinen Texten mal wieder nicht weiterkomme.  Er dachte in mancherlei Beziehung recht radikal. Er haßte ausschweifende Beschreibungen, er unternahm alles, um die Handlung so rasch wie möglich voranzutreiben. Das funktionierte nicht immer – doch wenn es klappte, dann war das Ergebnis einfach nur gut.

Sein Tod war nicht leicht, hat man mir gesagt, und es sei eine Erleichterung für ihn gewesen, als seine Pumpe aufhörte zu schlagen. Auch wenn ich Kurt kaum kannte und nur wenig Bezug zu ihm hatte, so bin ich doch sehr traurig.  Mit ihm stirbt eine weitere Bezugsperson zu meiner Vergangenheit als Fan – die eigentlich auch meine Gegenwart ist. Denn der „Dämonenkiller“, an dessen Erfindung und Ausprägung Kurt Luif maßgeblich mitbeteiligt gewesen war, macht einen Teil meiner Arbeit für den Zaubermond-Verlag aus.

 

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